Sängerhalle Saulheim

Die Geschichte der Sängerhalle in Saulheim steht in engstem Zusammenhang mit einem in die USA ausgewanderten Saulheimer Bürger. Es ist dies der als “Holzkönig” in den USA bekannt gewordene und auch dort verstorbene Friedrich Weyerhäuser.

Den Kontakt zu seiner Heimatgemeinde hat er nie verloren. Im Jahre 1903 leistete er zur Schaffung einer repräsentativen Halle eine für damalige Verhältnisse großzügige Spende in Höhe von 10.000.- Goldmark.

Mit dieser Spende wurde der bereits geplante, aber aus Geldmangel noch nicht begonnene Bau der Sängerhalle in die Tat umgesetzt. Mit dem Entwurf der Halle wurde der damalige Kreisbauinspektor Kessel, Oppenheim beauftragt.

Unter Mithilfe vieler Vereinsmitglieder wurde die Sängerhalle, die sich im gotischen Baustil an die beiden Dorfkirchen anlehnte, innerhalb eines Jahres weitgehend fertiggestellt. Die Halle nahm bereits damals architektonisch und akustisch einen ersten Platz ein, den sie bis heute erhalten konnte.

Die Sängerhalle wurde am 1. und 2. Oktober 1904 feierlich mit einem großen Festprogramm eingeweiht. Zwischenzeitlich spendete Friedrich Weyerhäuser weitere 10.000.- Goldmark für die Halle.

Krieg und Nachkriegszeit ließen die Verbindung zwischen Saulheim und der Familie Weyerhäuer nicht abbrechen. Der Enkel des inzwischen verstorbenen Friedrich Weyerhäuser, Bankdirektor Fred Weyerhäuser, spendete anläßlich eines Besuches in Saulheim im Jahre 1951 nochmals DM 50.000.-. Mit diesem Geld konnten dringend notwendige Reparatur- und Erhaltungsarbeiten ausgeführt werden.

Darüber hinaus wurde die Halle um sieben Meter verlängert, die Bühne vergrößert und eine Hausmeisterwohnung eingebaut. Am 16.08.1952 wurde die neugestaltete Halle mit einer akademischen Feier wieder eröffnet.

Seitdem wurden an der Halle keine weiteren baulichen Veränderungen vorgenommen. Allerdings wurden im Jahre 1984 die Gaststätte angebaut und die sanitären Anlagen erweitert.

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